ISO-Glossar

Fachbegriffe schnell und einfach in unserem varISO-Glossar finden

Unser Glossar bietet Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Fachbegriffe der gängigsten Managementsystem-Normen bzw. unseren Fachthemen sowie kurze und prägnante Erläuterungen zu den einzelnen Bezeichnungen.

Sie finden die spezifischen Glossare über die jeweiligen ISO-Reiter (z.B. ISO 9001 Qualitätsmanagement). Klicken Sie anschließend auf einen der Buchstaben oder nutzen Sie alternativ unsere Suchfunktion am Ende der Seite. Sollten Sie weitergehende Fragen zu den Begrifflichkeiten haben oder sich für die Zertifizierung einer Norm interessieren, wenden Sie sich an uns – wir beraten Sie gerne.

Viel Spaß beim Durchstöbern des varISO-Glossars!

Biodiversität

Biologische Vielfalt. Häufig wird unter Biodiversität die Vielzahl an Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen verstanden. Sichtbar wird die Artenvielfalt zum Beispiel in einer bunten Blumenwiese, im Gegensatz zu einem eintönig grünen Sportrasen.


CO2-Fußabdruck (Carbon Footprint)

Berechnung über die benötigte oder verursachte Menge an Treibhausgasen, z.B. für die Herstellung eines Produktes und Durchführung eines Prozesses oder einer Aktivität. Unternehmen und Organisationen geben ihren CO2-Fußabdruck z.B. in Nachhaltigkeitsberichten an, um ihre Wirkung auf das Klima abbilden zu können und auf Basis dessen Maßnahmen zum Klimaschutz zu definieren.


DIN EN ISO 14001

Die Norm verlangt eine schriftlich fixierte und von der Unternehmensführung an alle Mitarbeiter kommunizierte Umweltpolitik mit Verpflichtung zum Umweltschutz und zur fortlaufenden Verbesserung der Umweltleistung. Dabei legt die Norm die Mindestanforderungen für alle relevanten Umweltaspekte der Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens fest.


EMAS-Register

EMAS steht für “Eco-Management and Audit Scheme”. Im EMAS-Register sind jene Unternehmen und Organisationen aufgeführt, die sich bewusst dazu verpflichtet haben, Umweltrechtsvorschriften zu befolgen und ihre Umweltleistung stetig zu steigern. In den Anforderungen der EMAS sind die Anforderungen der ISO 14001 integriert.


Emissionen

Ausstoß bestimmter Stoffe oder Teile von Stoffen in die Umwelt.


Ethische Verhaltensstandards

Moralisch vertretbares Verhalten und Grundwerte, die in unternehmensweiten Richtlinien oder einem Kodex festgehalten werden. Dazu zählen z.B. die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, der Umgang mit Kunden oder die Beschaffung von Rohstoffen innerhalb der Lieferkette.


Fußabdruck

Indikator zur Verbrauchsbestimmung von Personen oder Unternehmen und Organisationen. Im Bereich der Nachhaltigkeit wird meist der ökologische Fußabdruck berechnet.


Gefahrstoffkataster

Liste aller für Mensch und Umwelt gefährlichen Stoffe, die innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation zum Einsatz kommen.


Klima

Ortsabhängige Sammlung von Wettererscheinungen über einen bestimmten Zeitraum hinweg, die in der mittleren Erdatmosphäre entstehen. Das Klima wird von Meteorologen bestimmt.


Klimafolgen

Wirkungen in Ökosystemen, die durch langfristige klimatische oder wetterbedingte Veränderungen, wie der globalen Erderwärmung, entstehen.


Klimafolgenanpassung

Ergreifung von Maßnahmen zur Bewältigung der bereits ersichtlichen klimatischen Veränderungen.


Klimaschutz

Maßnahmen zur Verhinderung oder Verminderung klimatischer Veränderungen, wie z.B. der globalen Erderwärmung.


Klimaschutzgesetz

Rechtsnormen zur Verwirklichung der beschlossenen Klimapolitik und Klimaziele mit dem Ziel der Verbesserung des Klimaschutzes. Das Klimaschutzgesetz für Deutschland wurde im Juni 2021 verabschiedet.


Klimaschutzmaßnahme

Bestimmte Handlung zur Verhinderung oder Verminderung klimatischer Veränderungen, wie z.B. der globalen Erderwärmung.


Klimasensibilität

Positive oder negative Intensität der Auswirkungen anthropologisch verursachter Veränderungen in den Wettererscheinungen.


Klimaszenario

Berechnung verschiedener Möglichkeiten, wie sich das Klima in Zukunft verändern könnte. Dafür werden verschiedene klimatische Ausprägungen in Beziehung zueinander gesetzt.


Klimawandel

Mittel- bis langfristige Veränderung der Wettererscheinungen.


Lieferkettengesetz

Rechtsnormen, die den Schutz der Umwelt sowie Kinder- und Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette weltweit gewährleisten und die Arbeitsbedingungen verbessern sollen.


Life cycle Management/Lebenszyklusmanagement

Das Life Cycle-Management sammelt alle Informationen z.B. über ein Produkt, die während des gesamten Lebenszyklus, d.h. von der Wiege bis zur Bahre, zustande kommen. Dadurch sollen u.a. die Prozesse besser analysiert und umweltfreundlicher ausgerichtet werden können.


Nachhaltige Entwicklung

Nutzung von Ressourcen, um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, ohne dabei die Bedürfnisse zukünftiger Generationen zu vernachlässigen.


Nachhaltigkeit

Schaffung des Einklangs ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte.


Natürliche Ressource

Substanz oder Bestand aus der Natur, der vom Menschen genutzt werden kann. Natürliche Ressourcen können z.B. Holz, Wind oder Böden sein.


Ökobilanz

Vorgehensweise, bei der alle Umweltwirkungen des gesamten Lebensweges identifiziert, analysiert und bewertet werden. Eine Ökobilanz, auch Life Cycle Assessment genannt, kann nicht nur für Produkte, sondern auch für Dienstleistungen und Verfahren erstellt werden.


Ökobilanzierung

siehe Ökobilanz. Vorgehensweise, bei der alle Umweltwirkungen des gesamten Lebensweges identifiziert, analysiert und bewertet werden. Eine Ökobilanz, auch Life Cycle Assessment genannt, kann nicht nur für Produkte, sondern auch für Dienstleistungen und Verfahren erstellt werden.


Ökodesign

Konzept für ein umweltgerechteres und ressourcenschonenderes Produktdesign und Produktverpackungen insbesondere von energieintensiven Produkten. In der sog. Ökodesign-Richtlinie hat die Europäische Kommission Mindestanforderungen für die Gestaltung und Verpackung von Produkten festgeschrieben.


Ökoeffizienz

Beschreibt die Beziehung zwischen ökonomischen Tätigkeiten und Umweltauswirkungen eines Produktes oder einer Dienstleistung. Je geringer die Auswirkungen auf die Umwelt sind, desto effizienter ist z.B. das Produkt. Ziel der Berechnung der Ökoeffizienz ist es, Ressourcen zu schonen und negative Umweltauswirkungen durch die Produktion oder die Nutzung so weit es geht zu minimieren.


Ökoeffizienz-Indikator

Indiz oder Kennzahl für die Bewertung der ökologischen Schadschöpfung gegenüber der ökologischen Wertschöpfung eines Produktes.


Ökologischer Rucksack

Allegorie über die gesamte Menge an verwendeten Ressourcen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung während seines Lebenszyklus beansprucht.


Ökosystem

Organische Lebensgemeinschaft, die aus Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen besteht und die in einem nichtlebenden Habitat im Austausch miteinander stehen.


Ökosystemleistung

Nutzen, den der Mensch aus der Natur ziehen kann, wie z.B. die Sammlung und Verwertung von Nahrung.


Rechtskataster

Zusammenstellung aller wesentlichen und erforderlichen Rechtsvorschriften. Im Rechtskataster wird zudem die Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Dokumentation der Vorschriften und Anforderungen sowie ihrer Einhaltung vermerkt.


Reduktion

Unter einer Reduktion versteht man die Verringerung von etwas. Im eigentlichen, chemischen Sinne zeichnet sich die Reduktion durch das Verringern der Oxidation aus. Im umweltpolitischen Sinne ist z.B. die Rede von der Reduktion der CO2-Emissionen. Bis 2030 sollen die Emissionen um mindestens 55% gegenüber dem Jahr 1990 verringert werden, um im Klimawandel eine Kehrtwende erreichen zu können.


Sensibilisierung

Schaffung eines Bewusstseins bei den Mitarbeitern für die Auswirkungen ihres Handelns auf die natürliche und betriebliche Umwelt, um Umweltauswirkungen reduzieren zu können.


Treibhausgas

Gasförmige, chemische Stoffe, die natürlichen oder künstlichen Ursprungs sein können und Strahlungen zwischen Atmosphäre und Erdoberfläche aufnehmen bzw. abgeben. Zu den Treibhausgasen zählen neben Kohlendioxid auch Methan, Lachgas, perfluorierte Kohlenwasserstoffe, wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe, Schwefelhexafluorid und Stickstoffrifuorid.


Treibhausgaseffekt oder Treibhauseffekt

Reaktion der Treibhausgase in der Atmosphäre. Die kurzwelligen Sonnenstrahlen treffen auf die Erdoberfläche. Die langwelligen Infrarotstrahlen werden zurück in die Atmosphäre reflektiert und von den Treibhausgasen zum Teil gebunden. Die freigesetzte Energie wird zurück an die Erdoberfläche reflektiert, wo sie diese erwärmt.


Treibhausgasemissionen

Durch die Produktion oder Nutzung von Produkten entstehen Treibhausgase, die zusätzlichen zu den natürlichen Treibhausgasen in die Atmosphäre abgegeben oder ausgestoßen werden. Das hat zur Folge, dass der natürliche Treibhauseffekt gestört wird und mehr Energie in Form von Wärme zur Erdoberfläche zurückgestrahlt wird.


Treibhauspotenzial

Kennzahl, die den Beitrag eines Treibhausgases am Treibhauseffekt im Vergleich zu CO2 ausdrückt. Der Zeithorizont der Berechnung beträgt meist 100 Jahre.


Überprüfung der Umweltaussage

Kontrolle des Wahrheitsgehaltes von Information über die Umweltverträglichkeit eines Produktes, einer Verpackung oder einer Dienstleistung.


Umwelt

Umgebung von Lebewesen die sowohl lebendig als auch nicht lebendig sein kann.


Umweltabhängigkeit

Art der nicht selbstbestimmten Verbundenheit für die Nutzung der natürlichen Ressourcen. So ist z.B. der Mensch auf die Ressource Wasser angewiesen, um überleben zu können.


Umweltabhängigkeitskosten

Kosten, die Unternehmen und Organisationen tragen müssen, wenn sich die Umwelt durch oder für sie nachteilig verändert.


Umweltanforderungen

Verpflichtende Erwartung an ein Unternehmen oder eine Organisation mit dem Ziel, die Umwelt besser zu schützen.


Umweltaspekt

Ursache, die eine Umweltauswirkung bewirken kann.


Umweltaudit intern und extern

Regelmäßige Überprüfung und Bewertung, ob die Anforderungen und Verpflichtungen der ISO 14001 durch das Umweltmanagementsystem geleistet werden. Das Audit kann intern und extern durchgeführt werden und betrachtet alle Prozesse, Aktivitäten und Richtlinien.


Umweltauditor

Natürliche oder juristische Personen, die nach ISO 14001 interne oder externe Überprüfungen in Unternehmen und Organisationen durchführen.


Umweltaussage

Information über die Umweltverträglichkeit eines Produktes, einer Verpackung oder einer Dienstleistung.


Umweltauswirkung

Umweltauswirkungen können mit jeder anderen Ursache-Wirkungs-Beziehung gleichgestellt werden. Eine bestimmte Einwirkung, die positiv oder negativ sein kann, ruft eine bestimmte Auswirkung hervor. Ist die CO2-Konzentration im Wasser zu hoch, hat das eine Versauerung des Wassers zur Folge. Im Gegenzug kann eine Aufforstung CO2 aus der Luft binden und dadurch die Atmosphäre schützen.


Umweltauswirkungsfaktor

Größe, die die Einflussnahme eines Unternehmens oder seiner Produkte und Dienstleistungen auf die Umweltaspekte beschreibt.


Umweltbewusstsein

Erkenntnis darüber, dass bestimmte Handlungen oder Unterlassungen die Umwelt schädigen oder auch regenerieren können. Umweltbewusstsein ermöglicht die Wiederherstellung des Umweltgleichgewichtes.


Umweltbezogenes Themengebiet

Interessens- oder Handlungsbereich der Umwelt eines Unternehmens oder einer Organisation, die vom Umweltmanagement deklariert werden.


Umweltdeklaration

Beschreibung der Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen, die die Grundlage der ökologischen Bewertung bilden.


Umweltgefährdung

Mögliche gesundheitliche und Umweltrisiken, die durch den Kontakt oder die Verwendung eines Produktes oder Stoffes entstehen können.


Umweltgutachter

Natürliche oder juristische Personen, die nach dem Gesetz dazu befugt sind, die Erfüllung der Anforderungen und Verpflichtungen zu überprüfen und zu bewerten.


Umweltinformation

Sämtliche Daten, Erklärungen und Hinweise zur Befindlichkeit der Umwelt sowie möglichen Umweltauswirkungen durch die Handlungen des Unternehmens oder der Organisation.


Umweltintegrität

Sicherstellung, dass durch die Anwendung von Mechanismen Klima- und Umweltschutzziele nicht umgangen und somit die Ziele letztlich nicht erreicht werden. Zudem dürfen Klimaschutzmaßnahmen keine Schäden an oder in der Umwelt verrichten.


Umweltkennzahlen

Messbare Größe, die Informationen über einen Umwelttatbestand gibt. Beispiele für Umweltkennzahlen sind: Schadstofffrachten im Abwasser, Lärmemissionen oder Anteil der naturnahen Fläche an der gesamten Firmenfläche.


Umweltkennzeichnung

Benennung oder Markierung von Produkten, Methoden oder Dienstleistungen, die besonderns umweltfreundlich oder ressourcenschonend über ihren gesamten Lebensweg hinweg sind und dadurch nur geringe Umweltauswirkungen verursachen. Bekannte Umweltkennzeichnungen sind z.B. blauer Engel, FSC oder Fairtrade.


Umweltkennzeichnungsvergabestelle

Nationale oder europäische Behörden, die die Zuweisung oder Verteilung von Umweltzeichen an Produkte oder Dienstleistungen prüfen und genehmigen.


Umweltkommunikation

Verständliche Vermittlung von Wissen zu Umweltthemen sowohl innerhalb des Unternehmens oder der Organisation als auch in der Öffentlichkeit.


Umweltkosten

Kosten, die durch betriebliche Umweltbelastungen entstehen und dem Ökosystem und der Menschheit Schäden zugefügt haben.


Umweltkriterien für Produkte

Umweltfreundliche Eigenschaften von Produkten über den gesamten Lebensweg hinweg. Erfüllt ein Produkt bestimmte Anforderungen z.B. für den Schutz der Umwelt, menschlichen Gesundheit und/oder Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette, kann das Produkt mit einem spezifischen Label gekennzeichnet werden.


Umweltleistung

Quantitativ und/oder qualitativ bewertetes Ergebnis, wie gut oder schlecht die Umweltaspekte im Unternehmen oder der Organisation gesteuert wurden. Ein Instrument zur Bewertung der Umweltleistung kann die Ökobilanzierung sein.


Umweltleistungsbewertung

Die Einhaltung der Anforderungen und gesetzten Ziele, die die Norm an den Schutz der Umwelt und Gesundheit der Menschen stellt, sollen in der Leistungsbewertung mittels Kennzahlen gemessen und gesteuert werden.
Ergänzend zur ISO 14001 wurde für die Leistungsbewertung die ISO 14031 sowie der technische Report ISO/TR 14032 erarbeitet.


Umweltleistungskennzahl

Messbare Information oder Größe, die Auskunft über die Steuerung der Umweltaspekte innerhalb des Unternehmens oder der Organisation gibt. Umweltleistungskennzahlen können in Stoff- und Energiekennzahlen untergliedert werden.


Umweltleitlinie

Richtlinie oder Leitfaden von Unternehmen und Organisationen, in denen festgehalten wird, wie der Umweltschutz in der täglichen Arbeit integriert ist.


Umweltmanagementbeauftragter

Ein Umweltmanagementbeauftragter begleitet den gesamten Prozess des Umweltmanagements von der Implementierung und Durchführung bis hin zur permanenten Verbesserung des Umweltmanagementsystems. Die ISO 14001 sieht aktuell keine verpflichtende Ernennung eines Umweltmanagementbeauftragten im Unternehmen oder einer Organisation vor. Stattdessen werden die Aufgaben auf das Top-Management oder die Unternehmensführung übertragen.


Umweltmanagementsystem

Damit ein Unternehmen umweltverträglich und gesellschaftlich korrekt handelt, benötigt es ein Umweltmanagementsystem. Das System wird in alle Prozesse und Bereiche des Unternehmens integriert und überwacht nicht nur die Einhaltung rechtlicher Anforderungen, sondern bildet auch Chancen und Risiken ab, die die Umwelt des Unternehmens betreffen. Ziel des Umweltmanagementsystems ist sowohl die Einhaltung der Vereinbarungen als auch die permanente Verbesserung der Umweltleistung.


Umweltnutzen

Positiver Wert oder Wirkung, der einen Bezug zur Umwelt aufweist, wie z.B. der Konsum von Ökostrom. Ein Umweltnutzen kann innerhalb oder außerhalb des Unternehmens oder der Organisation gestiftet werden.


Umweltpolitik

Unter dem Begriff der Umweltpolitik versteht man die politischen Anstrengungen und Aktivitäten, um die Umwelt zu schützen und die Natur in ihrer Vielfalt zu erhalten. Dafür werden kurzfristige und langfristige Maßnahmen ergriffen. Das oberste Ziel ist es, Wirtschaft und Ökologie zu vereinen und somit ein nachhaltiges Wirtschaften zu erreichen. Umweltpolitik kann auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene stattfinden.


Umweltprogramm

Übergeordnete Umweltziele von Unternehmen oder Organisationen werden in Umweltprogrammen spezifiziert und anhand von Maßnahmen und Aktivitäten in konkrete Handlungen heruntergebrochen. Mittels des Umweltprogramms sollen die Ziele und damit auch der Schutz der Umwelt schnellstmöglich erreicht werden. Im Umweltprogramm sind zudem die Verantwortlichkeiten, Mittel und gesetzten Fristen vermerkt.


Umweltrelevante Abweichung

Veränderungen, die höher oder niedriger als ein festgelegter Wert ausfallen können und einen Einfluss auf die Umwelt haben.


Umweltrisiken

Umweltrisiken entstehen, wenn die in den Standards festgelegten Grenzwerte überschritten werden und daraus eine Gefahr für die Umwelt oder die menschliche Gesundheit resultieren kann. Beispiele für Umweltrisiken sind verschmutztes Abwasser, Schadstoffe in Produkten oder gesundheitsgefährdender Rauch in der Luft.


Umweltschadenskosten

Monetärer oder nicht-monetärer Aufwand, der durch negative Umweltauswirkungen aus dem Umgang mit Umweltaspekten eines Unternehmens oder einer Organisation entsteht.


Umweltschutz

Der Umweltschutz dient der Erhaltung der Natur sowie der Gesundheit des Menschen. Umweltschutz kann viele Maßnahmen beinhalten und wird nicht nur präventiv betrieben, sondern dient auch dazu, Schäden an der Umwelt zu reparieren und Schäden durch die Umwelt zu minimieren.


Umweltstandards

Unter Umweltstandards versteht man Vorgaben zum Schutz und Erhalt von natürlichen Ressourcen, der Umwelt sowie der menschlichen Gesundheit, ohne dabei die wirtschaftliche Leistung zu beeinträchtigen. Sie orientieren sich z.B. an Grenzwerten und gesellschaftlichen Werten und sind meist rechtlich verbindlich.


Umweltteam/Umweltmanagementteam

Ersatz des Umweltmanagementbeauftragten durch ein Team aus mehreren Personen, die das Umweltmanagementsystem operativ betreuen. Hintergrund des Einsatzes eines ganzen Umweltteams ist die Leistungssteigerung. Häufig wird das Umweltteam auch Umweltmanagementteam genannt.


Umwelttechnische Untersuchung

Analyse oder Prozess, bei dem in Böden, Gewässern oder der Luft nach Schadstoffen und deren Konzentration gesucht wird, die sich negativ auf die Umwelt oder die Gesundheit des Menschen auswirken können.


Umwelttechnologie

Technische Verfahren, mithilfe dessen Umweltbelastungen reduziert werden sollen.


Umweltverantwortung

Pflicht gegenüber der gesamten Umwelt, diese zu schützen und nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen bzw. Maßnahmen zu ergreifen, das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen.


Umweltwirkungspfad

Weg oder Gang, den ein Stoff oder Schadstoff von der Entstehung bis zum Zeitpunkt zurücklegt, an dem er einen Effekt auf die Umwelt hat.


Umweltziele

Strategische und operative Ziele, die von einem Unternehmen oder einer Organisation definiert wurden, um die Umwelt zu schützen und Belastungen zu reduzieren.


Umweltzustand

Verfassung oder Befindlichkeit der Umwelt zu einem bestimmten Zeitpunkt.


Validierung

Dokumentierter Nachweis eines Umweltgutachters, dass die Anforderungen der EMAS eingehalten und die mit der Zertifizierung in Zusammenhang stehenden Ziele verfolgt und erreicht werden.


Validierung von Umweltinformationen

Vorgehen oder Methodik zur Prüfung der Richtigkeit und Folgerichtigkeit aller in Zusammenhang mit der Information stehenden Aussagen.


Verhinderung von Umweltbelastungen

Ergreifung von prozessualen oder aktivitätsbasierten Maßnahmen, um die Schädigung der Umwelt, z.B. durch hohen Emissionsausstoß, präventiv vorzubeugen und damit Umweltauswirkungen zu mindern.


Wasser-Fußabdruck

Quantitativer Indikator, der mögliche Umweltauswirkungen im, am oder auf dem Wasser ausdrückt.


Wirkungsabschätzung

Ungefähre Bewertung oder Beurteilung von Reaktionen oder Effekten auf die Umwelt.


Zulassung

Die deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft (DAU) bestimmt Umweltbeauftragte, eine Validierung in Unternehmen und Organisationen durchzuführen. Die zugelassenen Umweltbeauftragten prüfen, ob die Anforderungen gemäß EMAS erfüllt werden oder nicht. Alle zugelassenen Umweltgutachter sind in der Datenbank der DAU gespeichert und wurden bzgl. Zuverlässigkeit, Unabhängigkeit und Fachkunde geprüft.


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